Auf Antrag
2025 – Diploma
Info
In meinem Diplomprojekt Auf Antrag untersuche ich die strukturellen Bedingungen künstlerischer Arbeit. Dafür habe ich 21 Orte in Berlin, Nürnberg, Ingolstadt und München fotografiert – Orte, an denen über Kunst entschieden, gesprochen, gefördert, verwaltet oder sie lediglich geduldet wird. Mich interessieren diese Orte als Teil eines größeren Systems: Ministerien, Akademien, Ateliers, Kulturverwaltungen, Galerien, Zwischennutzungen und selbstorganisierte Räume. Ich verstehe sie nicht als einzelne Stationen, sondern als miteinander verbundene Infrastrukturen, die die Arbeits- und Lebensrealität von Künstler*innen prägen. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die Beobachtung, dass prekäre Arbeitsbedingungen im Kunstfeld keine Ausnahme, sondern strukturell verankert sind. Viele Künstler*innen, die ich kenne, arbeiten parallel in (mehreren) Nebenjobs, um ihre künstlerische Praxis zu finanzieren. Diese Diskrepanz hat mich dazu gebracht, mich intensiver mit den institutionellen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Mit meiner Arbeit versuche ich, diese Strukturen sichtbar zu machen, um sie reflektieren zu können. Vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer Entwicklungen und Kürzungen stellt Auf Antrag die Frage, unter welchen Bedingungen künstlerische Arbeit heute überhaupt möglich ist und welchen Stellenwert sie in unserer Gesellschaft einnimmt.
In my diploma project Auf Antrag, I examine the structural conditions of artistic practice. To this end, I photographed 21 locations in Berlin, Nuremberg, Ingolstadt, and Munich—places where art is decided upon, discussed, funded, administered, or simply tolerated. I am interested in these places as part of a larger system: ministries, academies, studios, cultural administrations, galleries, temporary uses, and self-organized spaces. I do not view them as isolated stations, but as interconnected infrastructures that shape the working and living realities of artists. The starting point of my work is the observation that precarious working conditions in the art world are not an exception but are structurally embedded. Many artists I know work simultaneously in (multiple) side jobs to finance their artistic practice. This discrepancy has led me to engage more intensively with the institutional, economic, and political conditions. Through my work, I attempt to make these structures visible so that they can be reflected upon. Against the backdrop of current cultural-political developments and budget cuts, Auf Antrag asks under what conditions artistic work is even possible today and what significance it holds in our society.
Solo Exhibition
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
2025


























Auf Antrag
2025 – Diploma
Info
In meinem Diplomprojekt Auf Antrag untersuche ich die strukturellen Bedingungen künstlerischer Arbeit. Dafür habe ich 21 Orte in Berlin, Nürnberg, Ingolstadt und München fotografiert – Orte, an denen über Kunst entschieden, gesprochen, gefördert, verwaltet oder sie lediglich geduldet wird. Mich interessieren diese Orte als Teil eines größeren Systems: Ministerien, Akademien, Ateliers, Kulturverwaltungen, Galerien, Zwischennutzungen und selbstorganisierte Räume. Ich verstehe sie nicht als einzelne Stationen, sondern als miteinander verbundene Infrastrukturen, die die Arbeits- und Lebensrealität von Künstler*innen prägen. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die Beobachtung, dass prekäre Arbeitsbedingungen im Kunstfeld keine Ausnahme, sondern strukturell verankert sind. Viele Künstler*innen, die ich kenne, arbeiten parallel in (mehreren) Nebenjobs, um ihre künstlerische Praxis zu finanzieren. Diese Diskrepanz hat mich dazu gebracht, mich intensiver mit den institutionellen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Mit meiner Arbeit versuche ich, diese Strukturen sichtbar zu machen, um sie reflektieren zu können. Vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer Entwicklungen und Kürzungen stellt Auf Antrag die Frage, unter welchen Bedingungen künstlerische Arbeit heute überhaupt möglich ist und welchen Stellenwert sie in unserer Gesellschaft einnimmt.
In my diploma project Auf Antrag, I examine the structural conditions of artistic practice. To this end, I photographed 21 locations in Berlin, Nuremberg, Ingolstadt, and Munich—places where art is decided upon, discussed, funded, administered, or simply tolerated. I am interested in these places as part of a larger system: ministries, academies, studios, cultural administrations, galleries, temporary uses, and self-organized spaces. I do not view them as isolated stations, but as interconnected infrastructures that shape the working and living realities of artists. The starting point of my work is the observation that precarious working conditions in the art world are not an exception but are structurally embedded. Many artists I know work simultaneously in (multiple) side jobs to finance their artistic practice. This discrepancy has led me to engage more intensively with the institutional, economic, and political conditions. Through my work, I attempt to make these structures visible so that they can be reflected upon. Against the backdrop of current cultural-political developments and budget cuts, Auf Antrag asks under what conditions artistic work is even possible today and what significance it holds in our society.
Solo Exhibition
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
2025

























