IN-LM-2029
(2021, Free Work)
Info
Als Ausgangspunkt meiner Fotografien begleitet mich die Frage nach dem guten Leben. Was ist erstrebenswert und warum? - darauf aufbauend untersuche ich die Parameter, die Menschen dafür wichtig zu sein scheinen und versuche einzufangen, wie dies das Wohnen nach außen hin prägt. Wie Staaten sich mit geographischen Territorien abgrenzen, so ist dies auch in deutschen Vorstädten zu beobachten - mit Hilfe von Zäunen und Hecken wollen die Bewohner ihre Grundstücke abgrenzen und sich ihren vermeintlich individuellen Wohntraum dahinter erfüllen. Mir geht es um die Frage, was es für unsere Gesellschaft bedeutet, so zu leben, den Traum vom Eigenheim über Generationen hinweg anzustreben und wozu die Abgrenzung des eigenen Raumes dient. Darüber hinaus habe ich weitere Überlegungen im Kontext von Klimakrise und Globalisierung. Was passiert, wenn die Wohnkosten weiter dramatisch steigen - immer weniger bezahlbarer Wohnraum in Ballungsräumen. Wie werden sich die demografische Abgrenzung und die unterschiedlichen Lebensstile der Generationen auswirken? Die klassischen Familienmodelle unterliegen einem starken Wandel. Die Vorstädte sind zwar die gleichen geblieben, aber in sozio-sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sind die Veränderungen nicht zu übersehen. Der Ort ist in ständiger Veränderung begriffen. Der Wandel findet sowieso statt, auch wenn wir stillstehen.
The question of the good life serves as the starting point for my photographs. What is worth striving for, and why? Building on this, I explore the factors that people seem to value in this regard and attempt to capture how these shape the outward appearance of their homes. Just as states demarcate themselves with geographical territories, the same can be observed in German suburbs—with the help of fences and hedges, residents seek to demarcate their properties and fulfill their supposedly individual dream of home behind them. I am concerned with the question of what it means for our society to live this way, to pursue the dream of home ownership across generations, and what purpose the demarcation of one’s own space serves. Furthermore, I have additional reflections in the context of the climate crisis and globalization. What happens if housing costs continue to rise dramatically—with ever less affordable housing in metropolitan areas? How will demographic boundaries and the differing lifestyles of the generations play out? Traditional family models are undergoing significant change. While the suburbs have remained the same, the socio-cultural and economic shifts are undeniable. The place is in a state of constant flux. Change is happening anyway, even if we stand still.













IN-LM-2029
(2021, Free Work)
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Als Ausgangspunkt meiner Fotografien begleitet mich die Frage nach dem guten Leben. Was ist erstrebenswert und warum? - darauf aufbauend untersuche ich die Parameter, die Menschen dafür wichtig zu sein scheinen und versuche einzufangen, wie dies das Wohnen nach außen hin prägt. Wie Staaten sich mit geographischen Territorien abgrenzen, so ist dies auch in deutschen Vorstädten zu beobachten - mit Hilfe von Zäunen und Hecken wollen die Bewohner ihre Grundstücke abgrenzen und sich ihren vermeintlich individuellen Wohntraum dahinter erfüllen. Mir geht es um die Frage, was es für unsere Gesellschaft bedeutet, so zu leben, den Traum vom Eigenheim über Generationen hinweg anzustreben und wozu die Abgrenzung des eigenen Raumes dient. Darüber hinaus habe ich weitere Überlegungen im Kontext von Klimakrise und Globalisierung. Was passiert, wenn die Wohnkosten weiter dramatisch steigen - immer weniger bezahlbarer Wohnraum in Ballungsräumen. Wie werden sich die demografische Abgrenzung und die unterschiedlichen Lebensstile der Generationen auswirken? Die klassischen Familienmodelle unterliegen einem starken Wandel. Die Vorstädte sind zwar die gleichen geblieben, aber in sozio-sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sind die Veränderungen nicht zu übersehen. Der Ort ist in ständiger Veränderung begriffen. Der Wandel findet sowieso statt, auch wenn wir stillstehen.
The question of the good life serves as the starting point for my photographs. What is worth striving for, and why? Building on this, I explore the factors that people seem to value in this regard and attempt to capture how these shape the outward appearance of their homes. Just as states demarcate themselves with geographical territories, the same can be observed in German suburbs—with the help of fences and hedges, residents seek to demarcate their properties and fulfill their supposedly individual dream of home behind them. I am concerned with the question of what it means for our society to live this way, to pursue the dream of home ownership across generations, and what purpose the demarcation of one’s own space serves. Furthermore, I have additional reflections in the context of the climate crisis and globalization. What happens if housing costs continue to rise dramatically—with ever less affordable housing in metropolitan areas? How will demographic boundaries and the differing lifestyles of the generations play out? Traditional family models are undergoing significant change. While the suburbs have remained the same, the socio-cultural and economic shifts are undeniable. The place is in a state of constant flux. Change is happening anyway, even if we stand still.












