Wandel
(2023, Free Work)
Info
Nowa Huta bei Krakau ist eine Planstadt aus der Sowjetzeit. Die Stadt wurde 1949 als Wohnort für die Arbeiter des benachbarten Lenin-Stahlwerks errichtet. Heute verbinden mehrere Straßenbahnlinien das Stadtzentrum mit dem Arbeiterviertel – die Fahrt vom Stadtzentrum zu diesem Relikt eines untergegangenen Systems dauert etwa 20 Minuten. In Nowa Huta geht es ruhiger zu, Reisegruppen sind kaum anzutreffen, die Dichte an Bars ist viel geringer als im Stadtzentrum, und die Bevölkerung ist im Durchschnitt älter. Derzeit leben hier rund 220.000 Menschen. Nowa Huta sollte nach dem Zweiten Weltkrieg zur Wiege des „neuen Menschen“ werden. Doch der Alltag entsprach nie den kommunistischen Klischees – die Stadt verändert sich bis heute. Genau diesen Moment des Wandels versuche ich in meinen Fotografien einzufangen. Wie fühlt es sich heute an, an einem Ort zu leben, an dem kein individuelles Leben vorgesehen war? Ist der Abstand der kommenden Generation inzwischen groß genug, um sich der negativen Dimensionen des kommunistischen Regimes noch bewusst zu sein? Warum ist es heute angesagt, in Nowa Huta zu leben, und überwiegen die Vorteile, die diese bis ins kleinste Detail durchdachte Architektur dem modernen Menschen bietet?










Wandel
(2023, Free Work)
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Nowa Huta bei Krakau ist eine Planstadt aus der Sowjetzeit. Die Stadt wurde 1949 als Wohnort für die Arbeiter des benachbarten Lenin-Stahlwerks errichtet. Heute verbinden mehrere Straßenbahnlinien das Stadtzentrum mit dem Arbeiterviertel – die Fahrt vom Stadtzentrum zu diesem Relikt eines untergegangenen Systems dauert etwa 20 Minuten. In Nowa Huta geht es ruhiger zu, Reisegruppen sind kaum anzutreffen, die Dichte an Bars ist viel geringer als im Stadtzentrum, und die Bevölkerung ist im Durchschnitt älter. Derzeit leben hier rund 220.000 Menschen. Nowa Huta sollte nach dem Zweiten Weltkrieg zur Wiege des „neuen Menschen“ werden. Doch der Alltag entsprach nie den kommunistischen Klischees – die Stadt verändert sich bis heute. Genau diesen Moment des Wandels versuche ich in meinen Fotografien einzufangen. Wie fühlt es sich heute an, an einem Ort zu leben, an dem kein individuelles Leben vorgesehen war? Ist der Abstand der kommenden Generation inzwischen groß genug, um sich der negativen Dimensionen des kommunistischen Regimes noch bewusst zu sein? Warum ist es heute angesagt, in Nowa Huta zu leben, und überwiegen die Vorteile, die diese bis ins kleinste Detail durchdachte Architektur dem modernen Menschen bietet?









